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Internationaler Museumstag 2019

Am Sonntag, dem 19. Mai 2019, feierten mit einer Rekordbeteiligung deutschlandweit 1.979 Museen den Internationalen Museumstag und präsentierten die Vielfalt ihrer Sammlungen. Mit besonderen Aktionen, spannenden Führungen und exklusiven Einblicken boten sie ein reizvolles Programm und zeigten, welche Schätze sie in ihren Sammlungen bewahren, mit welchen Ideen sie Besucher und Besucherinnen begeistern und wie sie unser kulturelles Erbe erhalten und vermitteln. In Schleswig-Holstein und Hamburg beteiligten sich 101 Museen mit insgesamt 224 Aktionen - so viel wie nie zuvor.

Der Internationale Museumstag steht jährlich unter einem wechselnden Motto und richtet damit den Fokus auf die thematische Vielfalt und das breite Spektrum der Museen. In diesm Jahr lautete das Motto "Museen - Zukunft lebendiger Traditionen" und stellte eine Verbindung zum immateriellen Kulturerbe her, das über die materiellen Objekte im Museum hinausgeht. Täglich vermitteln sie, wie Menschen erzählen, arbeiten und entwickeln, wie sie Techniken anwenden, wie sie tanzen, spielen und singen. Sie bieten die Möglichkeit zum Austausch sowie zur Begegnung mit Trägern lebendiger Traditionen und geben Raum für Inspiration.

"Museen verbinden unsere Vergangenheit mit dem Heute und Morgen. Was machte uns gestern aus? Welche Traditionen leben wir auch in Zukunft? Das dürfen die Besucherinnen und Besucher in der einzigartigen und vielfältigen deutschen Museumslandschaft selbst erleben." So der Präsident des Bundesrats, der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein Daniel Günther, der die Schirmherrschaft über den Internationalen Museumstag 2019 übernommen hat und diesen im Museumsquartier St. Annen in Lübeck eröffnete. Eine angeregte Podiumsdiskussion zum diesjährigen Motto und Musik der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft rundeten den gelungenen Auftakt bei strahlendem Sonnenschein ab.

Die Wahl für den bundesweiten Auftakt war auf Lübeck gefallen, das mit seiner Altstadt von der Unesco als Weltkulturerbe anerkannt wurde, im Jahr 2018 sein 875. Jubiläum feierte und über eine reiche Museumslandschaft verfügt. Das Museumsquartier St. Annen vereint unter seinem Dach das St. Annen-Museum und die Kunsthalle St. Annen. Das St. Annen-Museum gilt als eines der schönsten Museen Deutschlands. Es befindet sich in den Räumen des St. Annen-Klosters, das 1502 zur Unterbringung der unverheirateten Töchter Lübecker Kaufleute gegründet wurde. Das Museum präsentiert die Welt des Mittelalters in Lübeck vom 13. bis 16. Jahrhundert. Daneben ermöglicht es den Blick ins Wohnzimmer des Weltkulturerbes. Vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert ist zu erleben, wie die Menschen in Lübeck gelebt und mit welchen Dingen sie sich umgeben haben. Mit der Kunsthalle St. Annen hat die ständige Sammlung der Kunst mit dem Schwerpunkt nach 1945 in Lübeck seit 2003 einen anspruchsvollen Ort der Präsentation gefunden, der ebenso für wechselnde Ausstellungen vorwiegend zeitgenössischer Kunst genutzt wird.

Der vom Internationalen Museumsrat (ICOM) jährlich im Mai weltweit ausgerufene Tag macht auf die Bedeutung und Vielfalt der Museen aufmerksam. In Deutschland wird der Internationale Museumstag maßgeblich von den Stiftungen und Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe unterstützt und vom Deutschen Museumsbund und ICOM Deutschland in enger Kooperation mit den Museumsverbänden und -ämtern der Länder umgesetzt.